Alonso verzichtet auf Monaco

Alonso verzichtet auf Monaco

Fernando Alonso wird in diesem Jahr das Indy 500 fahren, um die Triple Crown des Motorsports zu erringen. Doch wie gut stehen seine Siegchancen wirklich?

Fernando Alonso ist unglücklich bei McLaren-Honda. Das ist bekannt. Trotzdem ist diese Meldung eine Überraschung: Der 35-jährige Spanier wird am 28. Mai an der legendären Indy 500 teilnehmen. Das bedeutet jedoch, dass der McLaren-Pilot nicht beim zeitgleich stattfindenden Grand Prix von Monaco an den Start gehen wird.

 

129 Rennfahrer konnten das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewinnen, 70 das Indy 500, Formel-1-Weltmeister wurden 34 Piloten. Wer alle drei Wettbewerbe gewinnt, holt sich die Triple Crown. Bisher gelang das erst einem: Graham Hill. Jetzt eifert ihm Fernando Alonso nach. Formel-1-Weltmeister war er 2005 und 2006 mit Renault, 2017 wird er beim Indy 500 sein Debüt geben, Le Mans steht auf seinem Wunschzettel für die Zukunft. 

 

Doch kann er das Indy 500 wirklich gewinnen? Die Strecke sieht simple aus: Zwei lange geraden, zwei Linksbögen – das war’s. Als Ex-Formel-1-Weltmeister Jim Clark 1965 das Indy 500 gewann, wertete er die Herausforderung ab: „Ich bin doch nur 1000 Mal eine Linkskurve gefahren.“ Doch das Indy 500 ist extrem schwierig. Die Autos haben keine Servolenkung, die Strategie ist mit den vielen Gelbphasen aufgrund von Unfällen und Kollision äußerst heikel, jeder kleine Fahrfehler wird sofort mit einem Einschlag in die Mauer bestraft. Hélio Castroneves ist mit 16 Teilnahmen der erfolgreichste aktuelle Indy-500-Teilnehmer. Und mit drei Siegen der erfolgreichste. Er weiß: „Das Indy 500 ist das Rennen, dass sich seinen Sieger selbst aussucht. Du musst nicht nur viel leisten, du brauchst auch verdammt viel Glück.“ 

 

editor

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